Es ist super einfach Catch-All Adressen auf meinem Lieblings-Hoster Uberspace, den ich im vorherigen Artikel vorgestellt habe, einzurichten.

Was ist eine Catch-All Adresse?

Wenn ich eine Domain besitze, wie z.B. der-zyklop.de, dann kann ich mir verschiedenste Email-Adressen einrichten. Ich könnte beispielsweise eine Adresse wie mail@der-zyklop.de für die Allgemeinheit einrichten, und eine katzenfreunde-giessen@der-zyklop.de, die nur für meine Stammtisch-Runde bestimmt ist. Oder ich richte mir spam@der-zyklop.de ein, die ich nur für Soziale Netze und andere Online-Dienste nehme, wenn nur mal kurz was testen will.

Ich kann diese neuen Email-Adressen als eigenständige Accounts einrichten, oder als virtuelle Postfächer, indem ich einfach alle Mails an meine allgemeine Adresse mail@der-zyklop.de weiterleite.

Nebeneffekt: Missbrauch rückverfolgen

Wenn ich nun z.B. eine eigene Adresse für meinen Facebook-Account, den Google-Account sowie für den Katzenfreunde-Newsletter einrichte, dann hat das einen netten Nebeneffekt. Ich kann dann nämlich anhand der Empfänger-Adresse erkennen durch wen der Spammer an meine Adresse gelangt ist.

Nebeneffekt: Zusätzliche SPAM-Gefahr

Wenn man jetzt alles auf macht – also wenn man sagt [egal-was-hier-steht]@der-zyklop.de soll immer ankommen, dann läuft man Gefahr mehr SPAM als vorher zu bekommen. Aber es gibt noch einen eleganten Zwischenweg...

Lösung

Man kann bei Uberspace virtuelle Postfächer mit der Variable default anlegen.

Wenn ich also z.B. super-default als virtuelle Adresse anlege, die an mail@der-zyklop.de weiterleitet, dann werden die Emails durchgestellt, die an folgende Adressen gesendet werden:
super-man@der-zyklop.de
super-markt@der-zyklop.de
super-geil@der-zyklop.de

Folgende Emails laufen in’s leere:
super@der-zyklop.de
total-super@der-zyklop.de

So minimiere ich die Gefahr, zugespammt zu werden und brauche nicht jedes mal per Hand eine neue Adresse registrieren. Wenn ich nun einen neuen Account bei Twitter registriere, dann könnte ich super-twitter@der-zyklop.de eingeben, und alles funktioniert wie gewohnt.

Einrichten

  1. Unter »DEINE VIRTUELLEN POSTFÄCHER« die Unterstützung der virtuellen Postfächer aktivieren, falls nicht schon geschehen.
  2. Daraufhin ändert sich bei »DEINE WEITEREN E-MAIL-ADRESSEN« der Eintrag default zur Zustellungsregel |/usr/bin/vdeliver. Das müsst ihr nicht verstehen – ich schreibe das hier nur zur Kontrolle, ob auch alles glatt geht.
  3. Nun bei »DEINE WEITEREN E-MAIL-ADRESSEN« unten auf * Neu klicken. Links in der Spalte Adresse tragt ihr fancy-adresse-default ein, und rechts tragt ihr euren [uberspace-usernamen] ein.

Fertig.

Sendet euch zur kontrolle mal eine Mail an
fancy-adresse-foo@[eure domain].[tld]
und
fancy-adresse-bar@[eure domain].[tld]
und dann freut euch :)

Mehr zu dem Thema im Uberspace-Wiki.